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Dienstag, 1. Februar 2011

250 Ökonomen fordern die Möglichkeit von Kapitalverkehrsbeschränkungen

In einem offenen Brief an die US-Regierung fordern 250 Ökonomie-Professor/innen eine Handelspolitik, die Kapitalverkehrsbeschränkungen erlaubt, um Finanzkrisen zu verhindern:

Offener Brief zur Ermöglichung von Kapitalverkehrsbeschränkungen (PDF)

(Via RWER Blog.)

Anm.:
M.E. treibt die Welt weiter in die klassische kapitalistische Wirtschaftskrise und man braucht genau vier Maßnahmen, um diese Krise zu überwinden:

  1. Mindestlöhne und
  2. ein progressives Steuersystem, sowie zu deren Durchsetzung
  3. Kapitalverkehrskontrollen und
  4. Zölle.

Gegen alle diese Maßnahmen wendet sich die h.M. in der VWL (unter Berufung auf die – fehlerhafte – neoklassische Theorie) und hat es leider geschafft, daß sie durch viele Verträge verunmöglicht werden. Um so schöner ist es zu sehen, daß es nun Ökonomen gibt, die bezogen auf den Kapitalverkehr zu anderen Ergebnissen kommen, auch wenn sie sich dabei vor allem auf die Vermeidung von Symptomen, nämlich von spekulativen Kapitalbewegungen, konzentrieren.

Samstag, 29. Mai 2010

Exportweltmeister trifft Finanzmarktbehüter

Wie der Presse (FR: „USA attackieren deutschen Sparkurs“) zu entnehmen ist, fordert US-Finanzminister Geithner von Deutschland ein Konjunkturprogramm und lehnt eine Finanztransaktionssteuer (Tobin-Tax) ab. Bundesfinanzminister Schäuble hingegen lehnt ein Konjunkturpaket ab und setzt sich (mindestens vordergründig) für eine Finanztransaktionssteuer ein.

Richtig wäre beides: Eine nachfrageorientierte Politik in Deutschland und eine Tobin-Tax.

Das Problem ist: Geithner ein Mann der Wall-Street und Schäuble vertritt die deutsche Exportwirtschaft. Es steht daher zu befürchten, daß sich die beiden wie in dem alten Schwarzenegger-Einstein-Witz einigen werden: Es gibt keine Tobin-Tax und Deutschland dumpt weiter. Leider!

Dienstag, 4. Mai 2010

Zur realistischen Modellierung ökonomischer Zusammenhänge

Ein interessanter Beitrag über realistische Modellierung und über systemische Risiken am Finanzmarkt ist der Beitrag von J. Doyne Farmer. Natürlich ist er kein Ökonom, sondern Physiker.

Nachtrag:
Interessant in Bezug auf die Stabilität von Beziehungen am Beispiel von Telefonnetzkapazitäten ist der Beitrag von Frank Kelly (Mathematiker).