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Montag, 9. Mai 2011

Die Regierung der oberen 1% für die oberen 1%

Joseph Stiglitz in »Vanity Fair« über den Einfluß der Reichen auf die US-amerikanische Politik:
Prädikat: Must read!

Samstag, 26. Februar 2011

Ungleichheit in den USA – visualisiert

Interessante Statistiken und Diagramme über die Vermögensverteilung in den USA im RWER-Blog:

25 graphics showing upward redistribution of income and wealth in USA since 1979

Mittwoch, 2. Februar 2011

Zum Thema Ungleichheit

Ein interessanter Artikel findet sich im Handelsblatt zum Thema Ungleichheit und der Umgang der VWL mit diesem Thema:

»Das Problem der Schere zwischen Arm und Reich«

Prädikat: Lesenswert!

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Hilfe zur Wahlentscheidung

Es ist immer gut, wenn jemand sich klar ausdrücken kann und ehrlich sagt, wofür er steht und wie er die Welt sieht. In diesem Sinne kann ich folgenden Beitrag von FDP-Generalsekretär Christian Lindner als Hilfe zur (negativen) Wahlentscheidung nur begrüßen, auch wenn er von einer abzulehnenden Prämisse ausgeht, nämlich der Gegensätzlichkeit von Freiheit und Gleichheit:

»Ungleichheit ist besser.«

P.S.:
Die Verwendung des Udo-di-Fabio-Zitats zur Relativierung zeigt m.E. vor allem zwei Dinge:

  • Man kann offenbar bei der Bewertung der derzeit tatsächlich bestehenden sozialen Verwerfungen unterschiedlicher Meinung sein. (Wo bitte entstehen denn durch extreme Ungleichheit keine „harten Strukturen der Freiheitsverengung“?)
  • Es mangelt an einer Auseinandersetzung mit Karl Marx’ Analyse vom Kapitalismus als kollektivem Zwangssystem. (Auch der Kapitalist ist danach ein Getriebener des Systems, also insoweit nicht „selbstherrlich“.)

Freitag, 28. Mai 2010

Thesen der Linkspartei-Bundestagsfaktion zur Finanzkrise

Die Linkspartei-Fraktion im Bundestag hat ein Diskussionspapier zur Lösung der Finanzkrise veröffentlicht: »Den Bankensektor neu ordnen« (via www.nachdenkseiten.de). Unabhängig von den dort vorgeschlagenen Lösungen sind die dort enthaltenen Thesen zu den Ursachen der Finanzkrise interessant. Zitat:

»Seit den 1980er Jahren haben alle Bundesregierungen (von Kohl über Schröder bis Merkel) eine offensive Umverteilung von Vermögen und Einkommen von unten nach oben organisiert. Für die Armen reicht ihr sinkendes Einkommen immer weniger zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse. In Kombination mit der Sparpolitik des Staates hat das zur Folge, dass die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen stagniert bzw. in einzelnen Bereichen sogar rückläufig ist. Das wird durch die höheren Einkommen der Reichen nicht ausgeglichen, weil sie eine höhere Sparneigung haben und daher das Geld nicht in den Konsum, sondern in die Bildung von Ersparnissen fließt. Den wachsenden Ersparnissen der Reichen stehen aber keine hinreichenden produktiven Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung, denn die Produktionskapazitäten sind aufgrund der schwachen Nachfrage schon heute unterausgelastet. Als Alternative tragen die Vermögenden ihr Geld auf die Finanzmärkte und investieren in einen weitgehend stagnierenden Bestand von Vermögensgütern wie z.B. Immobilien, Aktien, Anleihen, Derivate und Rohstoffe. Als Folge ergeben sich notwendig Preissteigerungen – bzw. spekulative Preisblasen – für diese Vermögensgüter, die ebenso notwendig in regelmäßigen Abständen platzen und zu Finanzkrisen führen müssen.«

Die Analyse in diesem Punkt halte ich für genau richtig.

Sie entspricht dabei in diesem Punkt im wesentlichen dem Thesenpapier von Joseph Stiglitz und Jean-Paul Fitoussi »The Ways Out of the Crisis and the Building of a More Cohesive World«, vgl. meinen Blog-Eintrag Finanzkrise, Einkommensverteilung und Steuerpolitik.

Sonntag, 2. Mai 2010

Ungleichheit und Prosperität

Ein sehr interessanter Beitrag auf der INET (Institute for New Economic Thinking) Eröffnungskonferenz in Cambridge (UK) ist der Beitrag von Kate Pickett. Er beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Ungleichheit. Die dort präsentierten Daten sind wirklich beeindruckend. Prädikat: Must see.

Nachtrag:
Sehr interessant (und teilweise ziemlich politisch) ist auch die Diskussion zum Panel.